Der Kunstverein Ulm

Der Kunstverein Ulm wurde 1887 gegründet, zur „Pflege des Kunstsinns und Förderung der bildenden Künste“. Seit 1973 zeigt er seine Ausstellungen im „Schuhhaussaal“.

Historie

Der Kunstverein Ulm fördert seit 1887 mit Ausstellungen und vielfältigen Aktivitäten die zeitgenössische Kunst. Wir bieten einen offenen Austausch über regionale und internationale Kunst direkt in der Innenstadt von Ulm.

1887 haben 10 Ulmer Bürger den Verein gegründet: „Der Kunstverein Ulm ist eine Gesellschaft zur Pflege des Kunstsinns und zur Förderung der bildenden Künste.“ Heute haben wir mehr als 800 Mitglieder. Seit 1973 befindet sich der Kunstverein im ersten Stock des ehemaligen Zunfthauses der Schuhmacher, das 1537 gebaut wurde. Viele KünstlerInnen, wie Olaf Nicolai, Daniele Buetti, Christof Zwiener und Laura Kikauka haben entsprechend direkt mit dem historischen Saal gearbeitet.

Bereits ausgestellt haben wir u.a. Gabriela Oberkofler, Annelies Štrba, Katharina Hinsberg, Cornelia Baltes, Julian Schnabel, Günther Uecker, Jürgen Klauke, Arnulf Rainer, Matthias Weischer, Julian Röder, Otto Piene, Rupprecht Geiger. Ebenso wie junge Positionen, denen wir erste Einzelausstellungen in Deutschland gewidmet haben: Roza El Hassan, Katharina Bosse und Raïssa Venables.

Für die neue Ausstellungsleiterin Katharina Ritter ist die Auseinandersetzung mit Wahrnehmung, Wirksamkeit und Zukunftsfragen relevant. Im „Schuhhaussaal“ kann der Verein Kulturgedächtnis bewahren und eine jeweilige Gegenwart für BesucherInnen schaffen.


Gabriela Oberkofler, Bienenschwarm Detail

Unsere Austellungsfläche: der Schuhhaussaal

Der Kunstverein Ulm zeigt seine Ausstellungen in einem Renaissancesaal im ersten Stockwerk des Schuhhauses in der Kramgasse.

Das Schuhhaus wurde 1537/38 von der Reichsstadt Ulm erbaut. Im Erdgeschoss wurden an Markttagen Schuhe und dreimal wöchentlich Brot verkauft. Der beeindruckende, mehr als 300 qm große und fast 5 Meter hohe Schuhhaussaal im Obergeschoß war der Fest-, Fecht- und Tanzsaal der Ulmer Patrizier. Von seinen Fenstern blickt man direkt auf das Ulmer Münster. Nach dem Ende der Reichsstadtzeit 1803 diente das Haus unterschiedlichsten Zwecken und beherbergte nacheinander unter anderem eine Tabakregie, die Stadtbibliothek, die Sammlung des Altertumsvereins (heute im Museum Ulm), die ersten Filmvorführungen nach dem Krieg, Konzerte, die Ulmer Volkshochschule sowie die Feuerwehr.

Seit 1973 dient der Schuhhaussaal dem Kunstverein Ulm als Ort für seine Ausstellungen und Veranstaltungen. Immer wieder laden wir Künstlerinnen und Künstler dazu ein, für diesen anspruchsvollen und ungewöhnlichen Raum besondere Projekte und Installationen zu entwickeln.

Im Verlauf der letzten Jahre entstand so eine spannende Ausstellungsreihe, u.a. mit Werken von Christina Kubisch, Michaela Melián, Olaf Nicolai, Daniele Buetti, Anton Henning, Beat Zoderer, Christof Zwiener und Laura Kikauka.


Kunstverein Ulm, Foto von Martina Strilic