Die Ulmer Kultur-Szene hält auch in Corona-Zeiten zusammen. Wir machen mit bei dem vom AKK Arbeitskreis Kultur initiierten Projekt Kultur-Held. Wir unterstützen Künstler*innen durch den Verkauf von Werken über den Kunstverein Ulm.

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Unsere Ausstellungen



Wir laden Sie zu einem offenen Austausch über regionale und internationale Kunst ein. Mitten im Herzen von Ulm, im Renaissancesaal des ehemaligen Zunfthauses der Schuhmacher. Wir zeigen junge Positionen, denen wir erste Einzelausstellungen in Deutschland widmen, sowie international bekannte Künstler*innen.



  

Aktuell

Mitglieder des Kunstvereins Ulm stellen aus
„Mein Lieblingsstück“
06/05/2020 bis 31/05/2020

Wir freuen uns, dass wir ab dem 6. Mai den Schuhhaussaal wieder fürs Publikum öffnen dürfen.  Bitte nehmen Sie Rücksicht aufeinander und beachten Sie den Mindestabstand zu anderen Besuchern von 1,5 Metern

Der Wunsch nach kollektiver Rezeption von bildender Kunst wie auch die Förderung und Unterstützung von junger, noch unbekannter Kunst treibt die Mitglieder des Kunstverein Ulm e.V. seit nunmehr 133 Jahren an, den Kunstverein finanziell wie auch ideell zu unterstützen. Diese Teilhabe an künstlerischen und gesellschaftlichen Themen weckte bei so manchem Mitglied nicht nur die Kunstbegeisterung, sondern auch seine Sammelleidenschaft. Daher zeigt der Kunstverein 2020 ganz persönliche Leihgaben seiner Mitglieder, aus unterschiedlichen Kunstrichtungen und nach individuellen Sammelkriterien ausgewählt. Jedes Lieblingswerk erzählt seine ganz eigene Geschichte. Kunst lebt von Fragen und Gedanken und dem Blick des Betrachters. Aber oft lebt sie auch einfach von der Freude und der Leidenschaft, die sie bei uns bewirkt. Daher bedankt sich der Kunstverein bei seinen Mitgliedern ganz herzlich für ihre Teilnahme an dieser Ausstellung und die zur Verfügung gestellten Lieblingsschätze.




Rückblick

HEINER MEYER
SUPERHEROES

19/01/ bis 08/03/2020

Führungen am 27.02. und 05.03.2020 jeweils um 14.30 Uhr

Vernissage: 18/01/2020 19:00 Uhr
Ausstellungseröffnung: Dr. Hartmut Dippel
Einführung Dr. Friedhelm Häring, Kunsthistoriker, Friedberg

Die Adaptionen von Heiner Meyer aus der europäischen und amerikanischen Comicliteratur, ihre Veränderung und Umdeutung durch Bearbeitung und Kombinationen sind Teil unserer Jugend und Gegenwart. Unverstellt von Motivbedeutung, Emblematik und Kunstgeschichte sprechen sie uns in ihrer Wirkung unmittelbar an. Der Spinat verschlingende Matrose Popeye, Tim und Struppi, Lucky Luke,Mickey, Minnie, Donald Duck und andere werden in den Skulpturen und Malereien zu Heroen der wichtigen Alltagsbewältigung,
Meister des Vergeblichen, die uns ein Lächeln zärtlich abgewinnen. In Ihrer Vielschichtigkeit passen sie zur Kombinationsstrategie des Künstlers. In seinen Comicfiguren schenkt er uns die Fibel zum Verständnis seiner Fiktionen, seiner Bildwelten.

Dr. Friedhelm Häring


Ab dem 19/01/2020 sind Heiner Meyers  SUPERHEROES im Kunstverein Ulm e.V. zu sehen.

Rückblick

BERND ZIMMER
REFLEX. Natur
Holzschnitt usw.
16/11/2019 bis 11/01/2020

Ausstellungseröffnung
Am 16. November um 19:00 Uhr
Begrüßung Dr. Hartmut Dippel
Künstlergespräch moderiert von Anja Christ, B.A.

Bernd Zimmer ist ein prominenter Vertreter der sogenannten „Heftigen Malerei“, die in den späten siebziger Jahren von Berlin aus die internationale Kunstszene eroberte. Parallel zu den Bildern auf Leinwand arbeitet der Künstler seit 1985 in der Technik des Holzschnitts und scheint dabei alles auszuloten, was dieses druckgrafische Verfahren zu leisten vermag. So kommt er im Holzschnitt, selbst bei ähnlichen Motiven und verwandter Farbigkeit, oft zu gänzlich neuen Resultaten als auf der Leinwand. Er achtet die Drucktechnik dabei keineswegs gering, sondern räumt ihr in seinem Gesamtwerk den gleichen Stellenwert ein wie der Malerei.

Angeregt durch unterschiedlichste Landschaften, die er auf seinen Reisen kennenlernt, bestimmen in den letzten Jahren vor allem Bäume, Wald- und Seelandschaften, Spiegelungsphänomene und Wasseroberflächen seine Malerei wie auch seine Holzschnitte. Trotz des Druckverfahrens handelt es sich bei vielen Blättern um Unikate.

Entsprechend seinem künstlerischen Ansatz arbeitet Bernd Zimmer in der Technik der „verlorenen Form“ und verzichtet damit bewusst auf die Möglichkeit einer Auflagenproduktion. Alle Schnittvorgänge erfolgen dabei in derselben Holzplatte, so dass diese nur für ein Blatt verwendet und danach entweder gänzlich umgearbeitet oder entsorgt werden muss. Jeden Druckstock ebenso wie jede Leinwand begreift der Künstler zunächst einmal als Experiment, mit dem er den Betrachter und sich selbst zu überraschen sucht.

Bernd Zimmer – Im Fluss V, 2014
138 x 100 cm, Farbholzschnitt. Unikat


Rückblick

DANNY MINNICK
Liquefied Troubles – Street Art Poetry
15/09 bis 03/11/2019

Öffentliche Führung durch die Ausstellung am 17. und 24.10. um 18 Uhr

Live Art mit Danny Minnick
am 13. September 2019, ab 17 Uhr im Kulturzentrum Gleis 44

Ausstellungseröffnung
am 14. September 2019, 18 Uhr Stadthaus
19 Uhr Danny Minnick gestaltet eine Wand im Kunstverein
19.45 Uhr Präsentation der Grafik-Edition in der BEGE Galerie

Ob New York, Los Angeles oder London: seine Ausstellungen sind binnen weniger Stunden ausverkauft. Stars, Sportler und Musiker sind verrückt nach seiner Kunst. Die Wände zahlreicher Metropolen dieser Welt tragen seine künstlerische Handschrift. Von Danny Minnick ist die Rede. Nun kommt er nach Ulm und präsentiert über 25 seiner teils großformatigen Leinwandarbeiten im Schuhhaussaal des Kunstvereins. Neben den Wänden wird auch der Fußboden des Schuhhaussaales miteinbezogen. Eigens für die Ausstellung werden Teile mit Plane ausgekleidet und vom Künstler live vor Ort bemalt, ganz so, wie in seinem New Yorker Atelier auch.

Mit einer Vielzahl an Papierarbeiten, Grafiken und Unikaten ist er zudem vom 14.9. bis 2.11.2019 in  der BEGE Galerie am Saumarkt vertreten. Öffnungszeiten der BEGE Galerie: Mo und Di nach Vereinbarung, Mi bis Fr 10 bis 13 / 14 bis 18 Uhr, Sa 10 bis 13 Uhr.

Minnick war Skateboard-Star in LA und Stuntman. Dann verletzte er sich schwer und konnte seine Profi-Karriere nicht weiter verfolgen. Eine Schauspielausbildung am renommierten New Yorker Actors Studio und die Malerei ermöglichten es ihm, seiner übersprudelnden Kreativität dennoch eine Ausdrucksform zu verleihen. Heute gehört er zu den angesagtesten Künstlern unserer Zeit.

In seiner Arbeit kombiniert Minnick unterschiedliche Techniken, malt mit Pinseln und Filzstiften.  Sein äußerst frecher und wilder Malstil erinnert an Minnicks Stil-Ikonen Keith Haring, Willem de Kooning und Jean-Michel Basquiat. Minnick thematisiert in seinen Werken vielfach die Auseinandersetzung mit beiseite geschobenen, schwierigen Erfahrungen, die es gilt, ins Positive zu verkehren. Dazu der Künstler: „(….) Unbeachtet oder ignoriert drehen sich unsere Erfahrungen („Troubles“) in unseren „flüssigen“ Körpern und werden letzten Endes schlimm… (so) müssen wir tief graben und diese verflüssigten Probleme freigeben. Wir müssen das, was unter der Oberfläche verborgen ist, an die Oberfläche bringen.“


Danny Minnick in seinem Atelier © Nobody Photography


Rückblick

DAVID MOSES
Lullaby Land
14/07 bis 01/09/2019

Ausstellungseröffnung
am 13. Juli 2019, 19 Uhr
Begrüßung Dr. Hartmut Dippel
Künstlergespräch mit David Moses

David Moses erkundet seit 2012 die Übertragbarkeit von bewegten Bildern in Malerei und Zeichnung. In der ausgestellten Serie Silly Symphonies überarbeitet er seit 2017 frühe Archivalien des Pop in Zeichnungen, bis ihr Ursprung – Filmstills der gleichnamigen Cartoon-Serie von Walt Disney aus den Jahren 1929–1939 – nur noch als Fetzen, Fratzen oder Spuren zu erkennen sind. Was den Künstler am Beginn dieses Prozesses interessiert, eine Szene, eine Stimmung oder eine mythologische Figur, verhält sich wie eine abstrakte Erinnerung zum ikonischen Kino-Bild.

So entstehen Arbeiten, die ein Sehen anregen, das sich von den wahrgenommenen Gegenständen in Bewegung versetzen lässt und gleichzeitig einen Mythenpool aufruft, der in die angloamerikanische und europäische Kulturgeschichte zurückreicht.

In LULLABY LAND setzt David Moses sein Vorhaben, Bewegung in die eigentlich bewegungslosen Medien der Malerei und der Zeichnung zu überführen, mit Zitaten aus den 1930er Jahren ein. Disneys Figuren erscheinen mal als Flimmern im Augenwinkel, mal im Fokus scharf gestellt. Der Künstler fängt basierend auf ihnen Augenblicke ein, die das Dargestellte verdichten und vervielfältigen, es aber auch verfremden und ihm Bedeutung entziehen. Dieses Verfahren knüpft an eine beschleunigte Gegenwartserfahrung an, ein atemloses Auf- und Abtauchen der Phänomene oder eine flirrende Fahrt, die vorwärts zieht, bis eine neue beginnt.


David Moses, 31MGM003M0404 (Silly Symphonies), 2019, 122 x 150 cm, Pastellkreide, Tusche und Acryl auf Papier / Foto: Ann Bertram


Rückblick

Contenance- Haltung bei ungewissem Sprung
11/05 bis 23/06/2019

Ausstellungseröffnung
am 11. Mai 2019, 19 Uhr
Performance Anne Pflug
Begrüßung Dr. Hartmut Dippel
Künstlergespräch moderiert von Katharina Ritter, M.A.
Performance Paulette Penje

In der Vorbereitung zum 250. Geburtstag von Albrecht Ludwig Berblinger, dem Ulmer Schneider, nähert sich der Kunstverein Ulm 2019 bereits punktuell dem Thema. Wir beschäftigen uns mit der Haltung. Der Haltung bei ungewissem Sprung. Wie gehen wir mit ständiger Unsicherheit um? Unsicherheit und Offenheit sind der Kunst zu eigen: Nie löst sich das Rätsel auf, es könnte auch immer noch mal anders sein.

In der Gruppenausstellung Contenance – Haltung bei ungewissem Sprung bringen wir Phänomene des Sports und Films zusammen um uns künstlerischen Haltungen zu nähern. Werner Herzog hat 1974 in dem Dokumentarfilm „Die große Ekstase des Bildschnitzers Steiner“ Erwartung und Vorstellung zwischen inneren und äußeren Konstrukten, sozialen und kulturellen Kontexten intensiv begleitet. Der ehemalige schweizer Skispringer Walter Steiner erzielte mit einem 169 Metern weiten Sprung 1974 Weltrekord bei der Skiflugwoche in Plani. In Oberstdorf flog er 179 Meter.

Sprung, Flug und Zeitlupe werfen virulente Fragen zur Gegenwartskunst auf. Künstler*innen befinden sich oftmals in ständiger Schwebe, wie geht es weiter?
Text Katharina Ritter

Beteiligte Künstler*innen
Franziska Degendorfer, Daniel Wogenstein  und V8 Plattform für neue Kunst; Anne Pflug, Christiana Teufel, Damaris Wurster und Magazin Lowland;
Madelaine Linden; Joni Majer; Paulette Penje; Daniel Stubenvoll


Ausstellungen Kunstverein Ulm

(c) Daniel Stubenvoll, The Great Escape (direction direction), Various Dimensions, 2019