Unsere Ausstellungen



Wir zeigen junge Positionen, denen wir erste Einzelausstellungen in Deutschland widmen, sowie international bekannte Künstlerinnen und Künstler. In unseren Ausstellungen laden wir Sie zu einem offenen Austausch über regionale und internationale Kunst ein. Mitten im Herzen von Ulm, im Renaissancesaal des ehemaligen Zunfthauses der Schuhmacher.



Aktuell

Stefanie Gutheil
Fitz Fatz Peng
25/11/ bis 07/01/2018

Närrisch, sonderbar bis abnormal, verzerrt und überspannt. Faules rumhängen oder gefangen sein? In dieser Bildwelt hängt alles in den Seilen. Wer bewegt hier wen? Mensch, Tier, Fabel, welches Geschlecht? Wer ist was?

Irgendwie verwirrend und abstossend. Oder belustigend? Oder doch beängstigend? Nimmt die Künstlerin die Welt ernst? Nimmt sie sich selbst ernst? Nehmen wir das alles zu ernst?

Grotesk und absurd. Schauen Sie es sich selbst an! Fitz Fatz Peng.

Stefanie Gutheil, 1980 in Ravensburg geboren, lebt und arbeitet in Berlin. Dort hat sie auch an der Universität der Künste studiert. Vertreten wurde sie durch verschiedene Galerien, aktuell von der Kreuzberger Galerie Russi Klenner.
Text: Katharina Ritter


Ausstellungen Kunstverein Ulm

Stefanie Gutheil: Playground, 2016: oil acryl, garnish on canvas, 170 × 200 cm


Aktuell

Jahresgaben 2017/2018
ab dem 25/11/2017

Die diesjährigen Jahresgaben werden ab Samstag, den 25. November 2017 –  zeitgleich zur Ausstellungseröffnung von Stefanie Gutheil – im Foyer des Kunstvereins ausgestellt.

Die Jahresgaben sind von folgenden lokal und internationalen Künstlerinnen und Künstlern: Tom Anholt, Heike Kati Barath, Martha Bilger, Alfred und Eka Bradler, Dennis Buck, Franziska Degendorfer, Nadolleck & Eerkens, Barbara Herold und Florian Huth, Marianne Hollenstein, Jörg Immendorff, Martin
Krampen, Anja Luithle, Markus Lüpertz, A. R. Penck, Armin Mueller-Stahl.

Die Ausstellung wird der Öffentlichkeit zugänglich sein, der Erwerb der Werke zu besonderen Preisen ist jedoch ausschließlich unseren Mitgliedern vorbehalten.


Ausstellungen Kunstverein Ulm

Barbara Herold & Florian Huth aus Serie Bluete 1-4 / Bluete 4 (2017), Lithografie, 3/4-farbig, BFK Rives Büttenpapier 270 g/m², 47 × 37 cm


Vorschau

Mert Akbal
Curious Dreams
21/01/2018 bis 11/02/2018

Ausstellungseröffnung:
Samstag, 20. Januar 2018, 19 Uhr
Begrüßung Katharina Ritter M. A., Ausstellungsleitung
Vortragsperformance Mert Akbal

Während des europäischen Kulturerbejahres SHARING HERITAGE 2018
thematisiert der Kunstverein Ulm kulturelles Erbe in seiner zukünftigen
Wirksamkeit. Alles geht drunter und drüber in der Welt. Woran orientieren
wir uns? An wissenschaftlichen Erkenntnissen, an sozialen und moralischen
Werten? Welche Rolle spielt die Kunst dabei?

In der ersten Ausstellung des Jahresprogrammes 2018 hinterfragt
Mert Akbal die kulturellen Möglichkeiten des Menschen. Mert Akbal wurde
1980 in Istanbul geboren. Er lebt und arbeitet in Saarbrücken und Berlin.
Der Kunstverein Ulm versammelt zum ersten Mal seine künstlerische Arbeit
zu Träumen und Neugier in diesem Umfang in einer Einzelausstellung.
Er malt, zeichnet, animiert, macht Performances und baut Installationen.

Was passiert bei der Entstehung von Kunst? Mert Akbal untersucht die
Prozesse des Denkens und hinterfragt den Zusammenhang zwischen
Wahrnehmung und Ausdruck. Wir Menschen können unsere Gedanken
über die (Laut-)Sprache ausdrücken, aber nicht direkt visuell. Tintenfische
hingegen besitzen die Fähigkeit direkt über ihren Körper – als Ausdrucksorgan
– bestimmte Botschaften an ihre Artgenossen zu vermitteln. Beispielsweise durch ändern ihrer Hautfarbe und ihrer Form. Mert Akbal sieht die bildenden Künste als Prothese des Menschen, um dieses fehlende Ausdrucksorgan zu ersetzen. Der Traum, beziehungsweise das Vorstellungsvermögen, ist die Vorstufe für den visuellen Ausdruck. In seiner künstlerischen Auseinandersetzung macht er zahlreiche Selbstversuche, um visuelle Prozesse und Erfahrungen, vor allem aber die Träume aus seinem Schlaf, sichtbar zu machen.

Mert Akbal studierte von 2000 bis 2005 an der Hochschule der Bildenden
Künste Saar in Saarbrücken Malerei, Performance und Medienkunst.
Dort ist er seit 2008 als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. Im Rahmen
seiner Promotion forscht er zu „Künstlerische Reproduktion von oneirischen
Träumen“. Ebenso als wissenschaftlicher Mitarbeiter des „Max Planck
Institute for Human Cognitive Sciences“ arbeitet er an der „Humboldt
Graduate School Berlin School of Mind and Brain“, um den Rätseln des
menschlichen Denkens zwischen Geist und Körper nachzugehen.

Bei der Eröffnung findet eine Vortragsperformance von Mert Akbal statt,
bei der er mehr über seine Forschung erzählen wird.
Text Katharina Ritter und Mert Akbal

 

 


Ausstellungen Kunstverein Ulm

Mert Akbal, Curious Waves – Wave Collapse of Vision – Schmetterling

Mert Akbal, Binocular Waves – 13 Train


Vorschau

Tom Anholt
18. Februar bis 1. April 2018

Eröffnung 17. Februar 2018

Tom Anholts Gemälde sind Erzählungen. Beim Anschauen verlieren wir uns in einer Geschichte, die zwischen dem Hier und Jetzt immer wieder auch zurück führt ins Historische. Keine lineare Zeit, die vergeht und der wir folgen können. Ein Hin und Her, ein Oszillieren in Zeiten.
Text Katharina Ritter

 

 

 


Ausstellungen Kunstverein Ulm

Time Machine 1 (Onwards and Upwards)


Rückblick

Andreas Mühe
Eine Quadratur
30/09/ bis 12/11/2017

Der Fotograf Andreas Mühe, geboren 1979 in Karl-Marx-Stadt, lebt und arbeitet in Berlin. Sehen wir in seinen Fotografien was wir sehen wollen? Woraus erschließen wir uns einen Zusammenhang? Die kalte Ästhetik und Perfektion seiner Bilder scheint die Pose der porträtierten Person zu verstärken. Und gerade durch die bühnenhafte Inszenierung zeigt sich in dieser Pose dann doch persönliche Haltung. Oder? Hier treffen viele Umstände aufeinander. Deutlich wird in dieser Ausstellung auch die Macht des Fotografen und dass Fotografie mit ihrer Macht ambivalent ist.

Alles längst geklärt? Wie verorten wir uns selbst in der Bildwelt, dem Wunsch nach Authentizität und der Befragung deutscher Nationalität zwischen Weihnachtsbaum, nackten Nazis und Flucht?

Nach redaktioneller Fotografie und Werbefotografie zum Broterwerb wurde Mühe durch seine zahlreichen Portraits namhafter Künstler, Schauspieler und Politiker wie Angela Merkel bekannt. Neben zahlreichen anderen Ausstellungen zeigte er 2017 „Pathos als Distanz” im Haus der Photographie, Deichtorhallen Hamburg.

Im Schuhhaus zeigt der Kunstverein im ehemaligen Fest-, Fecht- und Tanzsaal der Ulmer Patrizier einige ausgewählte Arbeiten von Mühe.
Text Katharina Ritter


Ausstellungen Kunstverein Ulm

Andreas Mühe: Friede II (Fürstin Charlene von Monaco und Friede Springer),
2011, aus der Serie: Friede Springer Museo Silver Rag Print, 80 × 60 cm


Rückblick

Julian Schnabel
PALIMPSEST Printed Works 1983 – 2016
15/07/2017 bis 17/09/2017

Der Kunstverein Ulm zeigte in Kooperation mit Geuer & Geuer Art GmbH Julian Schnabel PALIMPSEST, Printed Works 1983-2016. Der US-amerikanische Künstler-Star ist 1951 in New York City geboren und wurde in den achtziger Jahren bekannt. Der Neo-Expressionist experimentiert mit unterschiedlichsten Materialien, Farben und Techniken. Sein Werk ist international in Sammlungen vertreten und ausgestellt, wie im Metropolitan Museum, im Museum of Modern Art und im Guggenheim Museum in New York.

Als Regisseur wurde er bekannt mit Filmen wie „Jean-Michel Basquiat“ (1996). Für „Schmetterling und Taucherglocke“ erhielt er auf den Filmfestspielen in Cannes 2007 den Regiepreis und 2008 den Golden Globe Award. Er lebt und arbeitet in New York City und in Montauk auf Long Island. (vgl. http://geuer-geuer-art.de/julian-schnabel/)

Wer schaut mich da an? Ist das ein Druck? Oder ein Gemälde? Welche Teile der Welt bildet die Landkarte ab? Im Schuhhaussaal des Kunstvereins Ulm lässt sich Julian Schnabels Bildwelt sehr gut verdichten. Die meist großformatigen Arbeiten ziehen die BesucherInnen in den Ausstellungsraum und bedrängen sie förmlich mit ihrer Intensität.

Julian Schnabel zerlegt Bildwelten und Realitäten, strukturiert sie um und entwickelt Neues aus bereits gegebenen Teilen. Erstmals bekannt wurde er mit Werken aus zerbrochenem Porzellan. Durch seine künstlerischen Eingriffe transformiert er Bedeutung, aus Bildoberfläche schafft er Bildtiefe. Vorhandene Stimmungen und Einschreibungen im genutzten Material und Malgrund übersteigert Julian Schnabel und kommentiert diese. Auf die Bedeutungs-verschiebung und das neue Beschreiben eines bereits genutzten Materials verweist auch der Ausstellungstitel „Palimpsest“, ein in der Antike übliches Verfahren des Ausradierens und Wiederbeschreibens von Pergamenten.
Seine emotional aufgeladenen Bilder beziehen persönliches wie auch historisches mit ein, seine zuerst abstrakt anmutende Bilder entwickeln eine Erzählung, die nicht endet und die BesucherInnen nicht los lässt.
Text: Katharina Ritter


Ausstellungen Kunstverein Ulm

Childhood I, 2016 c Julian Schnabel Studio