Corona-Maßnahmen

Im Schuhhaussaal gilt 2G-plus (geimpft o. genesen und getestet!) Es besteht  FFP2-Maskenpflicht und Kontaktnachverfolgung.

Kinder, bereits geboosterte Personen sowie Personen, deren zweite vollständige Impfung noch keine 3 Monate zurückliegt, bzw. deren Genesung nach einer  Corona-Infektion noch keine 3 Monate zurückliegt, sind von der 2G-plus-Regelung ausgenommen und benötigen keinen Test.

Ein Schnelltest-Center befindet sich hinter dem Ulmer Münster in direkter Nähe zum Kunstverein sowie auf dem Hans- und Sophie-Scholl-Platz vor dem Museum Weishaupt.

Bitte legen Sie einen entsprechenden Nachweis unaufgefordert bei den Aufsichten vor,  Änderungen entsprechend neuer Corona-Vorgaben vorbehalten.

NEWS

 Sie sind Künstler:in und wollten schon immer einmal im Schuhhaussaal ausstellen?

Im Jahr 2023 bietet Ihnen der Kunstverein Ulm Gelegenheit dazu:

In 2023 widmet sich der Kunstverein Ulm e.V. den Themen Identität und Transformation. Beide bilden in der Kunst traditionelle Themenbereiche: Wie setzen sich Künstler*innen mit dem Rollentausch auseinander? Sind Identitäten sozial konstruiert? Welche Rolle spielen Klischees und stereotype Identitätsmuster in der ästhetischen Repräsentation? Wie inspirieren Identität und Transformation das künstlerische Schaffen? Wir laden Künstler*innen ein, künstlerische Prozesse in multipersonale Perspektiven zu verwandeln.

Bewerben Sie sich per Mail an info(at)kunstverein-ulm.de in der Zeit vom 01. Februar bis 01. April 2022 mit einem Kurzkonzept zu “Identität und Transformation ” für eine sechswöchige Ausstellung im zweiten Halbjahr 2023. Die Bewerbungen werden im Mai 2022 von unserem Beirat juriert. Die Auswahl wird im Juni f2022 bekannt gegeben.

Der neue Mitglieder-Jahresgaben-Katalog 2021-22 ist da. Weitere Informationen finden Sie HIER

Online-Auktion

Schade, dass die Helnwein-Ausstellung in Ulm schon wieder vorbei ist. Für alle Helnwein-Fans versteigern wir das letzte Paar ” Selbstportrait” und “Mein Freund” in der Zeit vom 19.01.2022 15:00 Uhr bis zum 20.01.2022 24:00 Uhr. Angebote schickt bitte an unsere Mailadresse info(at)kunstverein-ulm.de

Das Startangebot für beide Blätter beträgt 1000,- Euro. Das ersteigerte Geld geht in die weitere Digitalisierung des Ulmer Kunstvereins. #kunstauktion # kulturinulm #kunstvereinulm #versteigerung

Fotonachweis: Kunstverein Ulm/ Gottfried Helnwein

Ausstellungs-Vorschau

Paul Hutchinson “Maschinen”

05.Februar- 27. März 2022

Vernissage mit Künstlergespräch:

05. Februar 2022 18 Uhr

Foto: Paul Hutchinson, emerging, 2021. Courtesy: Galerie Russi Klenner, Berlin; Knust Kunz, München; Sies + Höke, Düsseldorf.

Foto: Paul Hutchinson, emerging, 2021.

Courtesy: Galerie Russi Klenner, Berlin; Knust Kunz, München; Sies + Höke, Düsseldorf.


Unsere Ausstellungen



Wir laden Sie zu einem offenen Austausch über regionale und internationale Kunst ein. Mitten im Herzen von Ulm, im Renaissancesaal des ehemaligen Zunfthauses der Schuhmacher. Wir zeigen junge Positionen, denen wir erste Einzelausstellungen in Deutschland widmen, sowie international bekannte Künstler*innen.



Vorschau

Paul Hutchinson “Maschinen”

05/02/2022  bis 26/03/2022

Eröffnung: 05/02/2022 19:00 Uhr
Der 1. Vorsitzende des Kunstvereins Ulm e.V., Dr. Hartmut Dippel im Künstlergespräch mit Paul Hutchinson

Für den Besuch und alle Veranstaltungen im Schuhhaussaal gelten die 2G plus -Regelung, FFP2-Maskenpflicht und Kontaktnachverfolgung.

Admission only für vaccinated or recovered  visitors with current rapid antigen test, please show your CovPassport  and current Antigen-Test at the entry. Boosted individuals  do not require an additional rapid antigen test

Machinationen

Text: Shahin Zarinbal

Für uns Moderne sind unsere Sprachen wie unsere Städte. Wir können ihnen nicht entfliehen. Sie belagern uns, belügen uns, verheißen uns Verheißungsvolles. Sie befremden uns, verändern sich, verändern uns. Sie sind schneller als wir, dümmer, stärker. Sie geben unseren Leben, Worten und Träumen Bedeutung, Hoffnung und Kraft – und entreißen sie uns im nächsten Augenblick. 

Unsere Städte und Sprachen sind aber gleichsam gemacht von uns. Ohne uns gäbe es sie nicht. Wir geben ihnen Bedeutung, nutzen sie, benutzen sie, leben mit ihnen, leben in ihnen. Wir machen sie uns gefügig. Wir verändern sie, wie es uns gerade passt. Wir reißen sie ein, wir bauen sie wieder auf. 

In Paul Hutchinson Arbeit begegnen wir seiner Stadt und seiner Sprache, mal vorsichtig, mal brutal, niemals pietätlos. In seinen Werken – seinen Texten wie Fotografien –  verbinden sich Zärtlichkeit und Rauheit zum Ganzen einer Empfindung. Es sind diese Widersprüchlichkeiten und die mit starken Urteilen versehenen subtilen Beobachtungen, die Hutchinson zulässt und in ihrer Verworrenheit seltsam klar zu Papier bringt, bildnerisch wie sprachlich. In bewusster Distanzierung vom polierten Ausdruck sind seine Arbeiten auch politische Statements eines Künstlers, der in einer Stadt lebt und großgeworden ist, die sich mittlerweile, wenn auch eher schleichend als schnell, so grundlegend verändert hat, dass einem bei der Vorstellung, wie es hier in zwanzig Jahren aussehen würde, eher mulmig als warm ums Herz wird: those large drops falling onto the street collapsing, 2021. 

In Maschinen, seiner Einzelausstellung im Kunstverein Ulm, bringt Hutchinson Arbeiten zusammen, die von etwas erzählen, das unmissverständlich jetzt passiert. Es geht gleichermaßen durch Fassaden, Turnschuhe und U-Bahnhöfe, in Form von Graffiti, Neubauprojekten oder Kippenstummeln. Es macht nirgendwo halt, schreibt sich auf jeden Quadratzentimeter Lebensraum ein. Körper sind dabei merkwürdig abwesend. Wir begegnen ihnen als einer Gruppe von uns abgewandter Jugendlicher; wir erhaschen Aria beim cornern; oder sehen dann doch die auf den ersten Blick kaum erkennbaren Arbeiter beim Bedienen der Maschinen. 

Was bleibt, ist ein Nachdenken über diese Maschinen, Maschinerien und Machinationen, die Möglichkeit der eigenen Stimme, die wachsende Ungleichheit und künftige Generationen. Hutchinson gibt keine verführerischen Antworten. Er zeigt uns vielmehr seine Fragen, Ängste und Hoffnungen auf. Woran er noch glaubt, woran eher nicht mehr; was er verteidigen möchte. Er teilt seine Welt mit, versucht sich verständlich zu machen, in seiner Sprache in seiner Stadt. 

Machinations, Text by Shahin Zarinbal

For us moderns, our languages are like our cities. We cannot escape them. They besiege us, lie to us, pledge us promises. They alienate us, transform themselves, transform us. They are faster than we are, dumber, stronger. They give our lives, words and dreams meaning, hope and strength – and steal them away the very next moment. 

Nevertheless, our cities and languages are made by us. Without us they would not exist. We give them meaning, use them, live with them, live in them. We make them comply. We shape them as we see fit. We tear them down, we build them up. 

In Paul Hutchinson’s work, we encounter his city and his language, at times cautiously, at times brutally, never indifferent. In his texts and photographs alike, sensation exists through the tender and the rough cohabiting. It is these contradictions, and the subtle observations imbued with strong judgements that Hutchinson permits and which he, amidst all their intricacies, puts down on paper with remarkable clarity, both pictorially and linguistically. Knowingly opposing highbrow rhetoric, his works are political statements by an artist who lives and grew up in a city that has undergone fundamental changes. Even if those happened rather gradually than abruptly, one can’t help to feel more uneasy than optimistic thinking of how things will look here in twenty years’ time: those large drops falling onto the street collapsing, 2021.

In Maschinen, his solo exhibition at the Kunstverein Ulm, Hutchinson brings together works that speak of something that is unequivocally happening right now. It moves through facades, trainers and underground stations alike, appearing as graffiti, new building projects or cigarette butts. It doesn’t stop anywhere, inscribing itself on every square centimetre of living space. Human bodies are strangely absent from the scene. We encounter them as a group of youths looking away; we catch a glimpse of Aria outside the corner shop; or we see workers, hardly recognisable at first glance, operating the machines. 

What remains is a reflection on these machines, machineries and machinations, on the possibility of one’s own voice, the growing inequality and future generations. Hutchinson doesn’t offer any seductive answers. Rather, he reveals his questioning, his fears and his hopes. What he still believes in, what he no longer believes in; what he wants to defend. He shares his world, tries to make himself understood, in his language in his city.



Ausstellungsfoto ``Maschinen`` Paul Hutchinson

Foto: Paul Hutchinson, emerging, 2021.

Courtesy: Galerie Russi Klenner, Berlin; Knust Kunz, München; Sies + Höke, Düsseldorf.



Rückblick

Gottfried Helnwein

Red Sleep
20/11/2021  bis  16/01/2022

Admission only für vaccinated or recovered Visitors, please show your CovPassport at the entry.

Regio-TV hat unsere Ausstellung besucht. Den Bericht finden Sie hier

Die Bilder des österreichisch-irischen Malers Gottfried Helnwein treffen den Betrachter ins Mark. Seine Werke konfrontieren unmittelbar und vermitteln eine befremdliche und rohe Dramatik verlorener Unschuld, die sich schonungslos in den Köpfen fest- und fortsetzt. Doch Helnwein will mit seinen hyperrealistischen Werken keine Antworten geben. Vielmehr stellt seine intensive künstlerische Auseinandersetzung mit dem verletzten und bandagierten Kind die Frage, wie so etwas möglich ist.

Die im Kunstverein Ulm gezeigten Bilder zeigen einen Querschnitt aus mehreren Werkkomplexen.

Helnwein gehört zu den bekanntesten deutschsprachigen Künstlern der Gegenwart.

Gottfried Helnwein’s pictures cut to the core. They confront immediately and convey a disconcerting and raw drama of lost innocence that is relentlessly imprinted and perpetuated in the mind. But Helnwein does not want to provide answers with his hyper-realistic works. Rather, his intense artistic engagement with the wounded child poses the question of how such a thing is possible. The Kunstverein is showing a cross-section of several work complexes.

Helnwein is one of the best-known contemporary German-language artists.

Admission is free of charge.

Hier können Sie eine verkürzte Fassung der Vernissage-Eröffnungsrede von Dr. Sabine Heilig anhören



Der Kunstverein Ulm zeigt einen Querschnitt verschiedener Werkkomplexe Gottfried Helnweins.Solange der Vorrat reicht, sind im Kunstverein signierte Helnwein-Plakate für 20,- / Stück erhältlich.

Signierte Helnwein-Plakate sind – solange der Vorrat reicht – zum Preis von 20,- Euro im Schuhhaussaal erhältlich. Unsignierte Plakate kosten 10,- Euro. Versand ist möglich und wird mit 10,- Euro Versandkosten berechnet. Bestellungen richten Sie bitte an info(at)kunstverein-ulm.de


Rückblick

 Zu Gast im Schuhhaussaal:

Aquarell-Malerei im Rahmen des 24. Symposiums der European Federation of Watercolour Societies

 16/09/2021  bis  31/10/2021

Vernissage: 16/09/2021 19:00 Uhr
Ausstellungseröffnung: Alfred Bradler, 2. Vorsitzender Kunstverein Ulm e.V.
Einführung Lars Kruse, 1. Vorsitzender Deutsche Aquarellgesellschaft e.V.

Für den Besuch und alle Veranstaltungen im Schuhhaussaal gelten die 3G-Regelung, Maskenpflicht und Kontaktnachverfolgung.

Die Entwicklung der Aquarellmalerei wurde maßgeblich von Dürer beeinflusst. Es sei an seinen Feldhasen oder seine Aquarelle entstanden auf der Reise nach Italien erinnert. Trotzdem dauerte es bis in das 19. Jahrhundert hinein, dass das Aquarell als eigenständige Gattung der Malerei und nicht nur als Hilfsmittel für Skizzen und Studien Anerkennung fand. Dazu beigetragen haben vor allem die Aquarelle von Joseph Mallord William Turner, der durch dieses Medium seinen Werken eine unvergleichliche Spontaneität und Ausdruckskraft verlieh. Und dennoch ist der Stand des Aquarells in Deutschland im internationalen Vergleich noch nicht ganz ebenbürtig mit den anderen Gattungen der Malerei. Die Deutsche Aquarell Gesellschaft e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, das Verständnis für das zeitgenössische Aquarell in der Kunstszene zu erweitern. Ist die Aquarellmalerei doch einzigartig, da sie durch die oftmals schnelle Malweise keine Fehler verzeiht, das Weiß des Papiers die transparenten Farben reflektiert und damit zum Leuchten bringt.

Die Ausstellung im Schuhhaussaal des Kunstvereins Ulm e.V., die im Rahmen des Symposiums der Europäischen Aquarellgesellschaften stattfindet, zeigt eine große Bandbreite an Sujets und Techniken, von gegenständlich bis abstrakt.



Emaillemalerei des Haller Künstlers Moritz Götze mit dem Titel ``Nietzsche``

Rückblick

Moritz Götze

Lebenszeichen
04/06/2021  bis  04/07/2021

Gewagte Linienführung, lebhafte Farben, Grafik und historische Referenzen – den comicartigen, an die Pop-Art angelehnten Malstil Moritz Götzes prägt eine ganz eigene, unverwechselbare Handschrift. Sie verleiht den oft ironisch-humorvollen und meist anspielungsreichen Bildkompositionen eine trügerisch unbeschwerte Leichtigkeit.

Die plakative, oft unbedarft scheinende Fröhlichkeit in seinem Schaffen birgt jedoch viel tiefer gehende Inhalte von großer Vorstellungskraft und intellektueller Neugierde. Götze nimmt dabei vor allen Bezug auf Geschichte und Kunstgeschichte. Je mehr man sich einsieht, desto stärkeren Zugang erhält man zur Götzeschen Bildwelt.

Götze destilliert aus den verschiedenen für ihn interessanten sozialen, historischen und künstlerischen Kontexten nach seinem ganz eigenen System Fragmente heraus, die er dann wieder collageartig zusammensetzt. Götze: „Ich kann nicht anders malen, das hat auch mit meinen Vorlieben zu tun: mit mittelalterlicher Glasmalerei, den Tafelbildern von Giotto. Da bin ich zuhause.“

Indem er in seiner unbeschwerten Leichtigkeit die Heroen von einst vom Sockel holt und mit ironischen Kommentaren versehen fest in der ihm eigenen Bildwelt verankert, fällt jedes Pathos ab. Gleichzeitig wird historisches Wissen der Vergessenheit entrissen und wieder lebendig. Wir wünschen uns mehr Ausstellungen dieser heiter unbeschwerten Auseinandersetzung mit der Geschichte, mehr zeitgenössische Kommentare auf historische Werke und Personen. Götzes Bildsprache macht Lust, mehr über Vergangenes zu erfahren – selbst für die jungen Generationen unter uns.



Emaillemalerei des Haller Künstlers Moritz Götze mit dem Titel ``Nietzsche``

Rückblick

Ren Rong

Rivers and Peaks
leider nur digital, dafür führt der Ren Rong selbst durch seine Ausstellung

Kunst ist ein weitgefasster Begriff, den der 60jährige Künstler Ren Rong, der in Deutschland und in China zuhause ist, umfassend umsetzt: neben seiner eigenen schöpferischen Gestaltung schlägt er vielfältige kulturelle Brücken zwischen China und Deutschland.

Das Thema seiner Ulmer Ausstellung sind Flüsse und Berge. Sie verbinden sich in seinen Arbeiten in poetischen Impressionen. In Nanjing aufgewachsen, nimmt Ren Rong in seinen neuen Werken, die im Kunstverein Ulm zu sehen sind, Bezug auf den führenden Maler der Nanjiing-Schule aus der späten Ming und frühen Quing-Dynastie: Gong Xian (1619 – 1689). Dieser ließ durch dichte Lagen übereinandergesetzter kurzer, kräftig kontrastierter Tusche-Striche Berge und Flussläufe ineinander verfließen und schuf so einzigartig bewegte Landschaftsbilder. Weitere Bezüge findet man bei Ren Rong zu Fan Kuan (990 -1030), dem berühmtesten Landschaftsmaler der Song-Dynastie sowie zu Cézannes Mont Sainte-Victoire und zu Caspar David Friedrich.

Ren Rong versteht es, das mit dem Auge erfasste in einer ihm eigenen, freien künstlerischen Interpretation umzusetzen. Dabei bezieht er Position. Seine Werke bilden weitaus mehr ab, als Ren Rongs Auge in der Momentaufnahme des Entstehens erfasste. Ren Rongs Landschaftsbilder fordern den Betrachter heraus, ohne ihn dabei zu belehren. Seine Werke sind frei interpretierbar.

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt des Kunstvereins Ulm und der Geuer & Geuer Art, Düsseldorf.



Der chinesische Künstler Ren Rong präsentiert von Dezember 2020 bis März 2021 im Kunstverein Ulm seine Ausstellung ``Rivers and Peaks``

Rückblick

Dorf 4 – die Letzte
19/09/2020 bis 01/11/2020

“Dorf 4 – die Letzte” ist bereits die vierte Kollaboration
von Dennis Buck, Andi Fischer,
Michael Günzer und Conny Maier.

,,Dorf” wird oftmals fast automatisch mit Einfachheit, Überschaubarkeit und Rück­ständigkeit sowie einer gewissen Kleingeistigkeit und Kulturarmut assoziiert. Die heutige Popkultur stellt das Dorf und die Provinz gerne als beschauliche Blasen der ländlichen Idylle, abgekapselt vom großen Weltgeschehen, dar – ein Bild, das die Ausstellungsprojekte von Fischer, Buck, Günzer und Maier humorvoll und selbst­ironisch zur Diskussion stellen, um zeitgleich die eigenen Biografien zu beleuchten.

Inwiefern beeinflusst es das Werk eines Künstlers, wenn sein Schaffen innerhalb solch ländlich-provinzieller Strukturen, fern des meist in Großstädten angesiedelten konventionellen Kunstbetriebs stattfindet?

Was geschieht, wenn großstädtisches Kultur- und Kunstverständnis auf ländliches trifft? Existieren die vermeintlichen Unterschiede überhaupt?

Fragen wie diese reflektieren die persönlichen Lebens­umstände der vier Ausstellenden: Während Dennis Buck und Michael Günzer in Ulm aufgewachsen sind, stammt Conny Maier zwar aus Berlin, fand aber in der Stadt an der Donau einen wichtigen persönlichen Bezugspunkt. Andi Fischer lebt und arbeitet ebenfalls in Berlin, kommt aber ursprünglich aus Nürnberg.
Alle vier eint nicht nur eine sehr lange und enge freundschaftliche Beziehung zu­einander, sondern auch die Erfahrung, sich als Kunstschaffende in einem persönlichen Umfeld zu behaupten, in welchem diese Berufswahl weder eine naheliegende noch selbstverständliche Entscheidung ist. Wie Conny Maier und Andi Fischer lebt und arbeitet Dennis Buck zwischenzeitlich in Berlin, Michael Günzer wiederum hatte nie das Bedürfnis seine Heimat zu verlassen. Trotz der räumlichen Distanz begleiteten die Vier einander in ihrer künstlerischen Entwicklung, fanden ineinander wichtige Diskussionspartner und Reflexionsflächen, um das eigene Tun kritisch zu hinter­fragen und voranzutreiben.

Die Ausstellung präsentiert vier künstlerische Positionen, die sich in Konzept und Ausdruck klar voneinander unterscheiden und die, wie es Conny Maier formulierte, nur einen gemeinsamen Nenner haben: FREUNDSCHAFT. Text: Daniela Baumann



Die heutige Popkultur stellt das Dorf und die Provinz gerne als beschauliche Blasen der ländlichen Idylle, abgekapselt vom großen Weltgeschehen, dar - ein Bild, das die Ausstellungsprojekte von Fischer, Buck, Günzer und Maier humorvoll und selbst­ironisch zur Diskussion stellen, um zeitgleich die eigenen Biografien zu beleuchten.

Rückblick

Wolkenkuckucksheim & Luftakrobatik
15/08/2020 bis 30/08/2020

Die Schülerinnen und Schüler des Albert-Einstein-Gymnasiums Ulm-Wiblingen haben sich mit verschiedenen Aspekten  des Lebens und Wirkens des berühmten Erfinders, Tüftlers, genialen Handwerkers, und Freigeistes Berblinger im Rahmen des Kunstunterrichts beschäftigt. Heraus kamen sehr unterschiedliche, nachdenkliche, fröhliche, berührende, kraftvolle und imaginative Arbeiten in unterschiedlichen Techniken.

Alle arbeiten entstanden im Kunstunterricht bei Silvia Worms und Christian Greifendorf




  

Rückblick

Ernst und heiter – neun Jahrzehnte usw.?
20/06/2020 bis 09/08/2020

Am Donnerstag, 09. Juli 17:00 Uhr führt Dr. Tümmers  im Schuhhaussaal durch sein Lebenswerk

Am Dienstag, 28. Juli 17:00 Uhr holen wir das Wohnzimmer in die Au – Galerist Manfred Bittner bittet Dr. Tümmers im LIEDERKRANZ Kulturbiergarten zum Sofa-Plausch

Dr. Burkhart Tümmers skizziert, porträtiert, karikiert. Und das seit neun Jahrzehnten. Tausende – wenn nicht noch mehr – Zeichnungen sind im Laufe dieser Zeit entstanden.

Es gibt kaum jemanden oder etwas, was nicht mit feinem, beschwingtem Strich vom ältesten zeichnenden Mitglied des Kunstvereins Ulm auf Papier gebannt wurde. Die Werke Tümmers, der Jahrzehnte als Dermatologe praktizierte, zeugen von schelmischem Humor und feiner Spöttelei. Und selbst mit bald 96 Jahren hat der Doktor noch etwas Lausbubenhaftes an sich, wenn er zum Zeichenstift greift. Den will er auch noch lange nicht zur Seite legen.

Wir freuen uns. Denn keiner erzählt mit so einem schnellen und weichen Strich so schöne Geschichten.

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation nehmen wir von einer Vernissage Abstand. Dafür lassen wir die Ausstellung mit einer Finissage und dem Verkauf der Ausstellungsbilder für einen guten Zweck am 09/08/2020 um 16.00 Uhr ausklingen.

Punkte kleben können Sie natürlich schon während der laufenden Ausstellung …

Darüber hinaus werden wir zu zwei Nachmittagsveranstaltungen im Rahmen der Tümmers-Ausstellung in den Kulturbiergarten in die Au einladen. Die Termine geben wir hier auf der Homepage kurzfristig bekannt.

Bleiben Sie gesund




  

Rückblick

Mitglieder des Kunstvereins Ulm stellen aus
“Mein Lieblingsstück”
06/05/2020 bis 01/06/2020

Wir freuen uns, dass wir ab dem 6. Mai den Schuhhaussaal wieder fürs Publikum öffnen dürfen.  Bitte nehmen Sie Rücksicht aufeinander und beachten Sie den Mindestabstand zu anderen Besuchern von 1,5 Metern

Der Wunsch nach kollektiver Rezeption von bildender Kunst wie auch die Förderung und Unterstützung von junger, noch unbekannter Kunst treibt die Mitglieder des Kunstverein Ulm e.V. seit nunmehr 133 Jahren an, den Kunstverein finanziell wie auch ideell zu unterstützen. Diese Teilhabe an künstlerischen und gesellschaftlichen Themen weckte bei so manchem Mitglied nicht nur die Kunstbegeisterung, sondern auch seine Sammelleidenschaft. Daher zeigt der Kunstverein 2020 ganz persönliche Leihgaben seiner Mitglieder, aus unterschiedlichen Kunstrichtungen und nach individuellen Sammelkriterien ausgewählt. Jedes Lieblingswerk erzählt seine ganz eigene Geschichte. Kunst lebt von Fragen und Gedanken und dem Blick des Betrachters. Aber oft lebt sie auch einfach von der Freude und der Leidenschaft, die sie bei uns bewirkt. Daher bedankt sich der Kunstverein bei seinen Mitgliedern ganz herzlich für ihre Teilnahme an dieser Ausstellung und die zur Verfügung gestellten Lieblingsschätze.




Rückblick

HEINER MEYER
SUPERHEROES

19/01/ bis 08/03/2020

Führungen am 27.02. und 05.03.2020 jeweils um 14.30 Uhr

Vernissage: 18/01/2020 19:00 Uhr
Ausstellungseröffnung: Dr. Hartmut Dippel
Einführung Dr. Friedhelm Häring, Kunsthistoriker, Friedberg

Die Adaptionen von Heiner Meyer aus der europäischen und amerikanischen Comicliteratur, ihre Veränderung und Umdeutung durch Bearbeitung und Kombinationen sind Teil unserer Jugend und Gegenwart. Unverstellt von Motivbedeutung, Emblematik und Kunstgeschichte sprechen sie uns in ihrer Wirkung unmittelbar an. Der Spinat verschlingende Matrose Popeye, Tim und Struppi, Lucky Luke,Mickey, Minnie, Donald Duck und andere werden in den Skulpturen und Malereien zu Heroen der wichtigen Alltagsbewältigung,
Meister des Vergeblichen, die uns ein Lächeln zärtlich abgewinnen. In Ihrer Vielschichtigkeit passen sie zur Kombinationsstrategie des Künstlers. In seinen Comicfiguren schenkt er uns die Fibel zum Verständnis seiner Fiktionen, seiner Bildwelten.

Dr. Friedhelm Häring


Ab dem 19/01/2020 sind Heiner Meyers  SUPERHEROES im Kunstverein Ulm e.V. zu sehen.

Rückblick

BERND ZIMMER
REFLEX. Natur
Holzschnitt usw.
16/11/2019 bis 11/01/2020

Ausstellungseröffnung
Am 16. November um 19:00 Uhr
Begrüßung Dr. Hartmut Dippel
Künstlergespräch moderiert von Anja Christ, B.A.

Bernd Zimmer ist ein prominenter Vertreter der sogenannten „Heftigen Malerei“, die in den späten siebziger Jahren von Berlin aus die internationale Kunstszene eroberte. Parallel zu den Bildern auf Leinwand arbeitet der Künstler seit 1985 in der Technik des Holzschnitts und scheint dabei alles auszuloten, was dieses druckgrafische Verfahren zu leisten vermag. So kommt er im Holzschnitt, selbst bei ähnlichen Motiven und verwandter Farbigkeit, oft zu gänzlich neuen Resultaten als auf der Leinwand. Er achtet die Drucktechnik dabei keineswegs gering, sondern räumt ihr in seinem Gesamtwerk den gleichen Stellenwert ein wie der Malerei.

Angeregt durch unterschiedlichste Landschaften, die er auf seinen Reisen kennenlernt, bestimmen in den letzten Jahren vor allem Bäume, Wald- und Seelandschaften, Spiegelungsphänomene und Wasseroberflächen seine Malerei wie auch seine Holzschnitte. Trotz des Druckverfahrens handelt es sich bei vielen Blättern um Unikate.

Entsprechend seinem künstlerischen Ansatz arbeitet Bernd Zimmer in der Technik der „verlorenen Form“ und verzichtet damit bewusst auf die Möglichkeit einer Auflagenproduktion. Alle Schnittvorgänge erfolgen dabei in derselben Holzplatte, so dass diese nur für ein Blatt verwendet und danach entweder gänzlich umgearbeitet oder entsorgt werden muss. Jeden Druckstock ebenso wie jede Leinwand begreift der Künstler zunächst einmal als Experiment, mit dem er den Betrachter und sich selbst zu überraschen sucht.

Bernd Zimmer – Im Fluss V, 2014
138 x 100 cm, Farbholzschnitt. Unikat


Rückblick

DANNY MINNICK
Liquefied Troubles – Street Art Poetry
15/09 bis 03/11/2019

Öffentliche Führung durch die Ausstellung am 17. und 24.10. um 18 Uhr

Live Art mit Danny Minnick
am 13. September 2019, ab 17 Uhr im Kulturzentrum Gleis 44

Ausstellungseröffnung
am 14. September 2019, 18 Uhr Stadthaus
19 Uhr Danny Minnick gestaltet eine Wand im Kunstverein
19.45 Uhr Präsentation der Grafik-Edition in der BEGE Galerie

Ob New York, Los Angeles oder London: seine Ausstellungen sind binnen weniger Stunden ausverkauft. Stars, Sportler und Musiker sind verrückt nach seiner Kunst. Die Wände zahlreicher Metropolen dieser Welt tragen seine künstlerische Handschrift. Von Danny Minnick ist die Rede. Nun kommt er nach Ulm und präsentiert über 25 seiner teils großformatigen Leinwandarbeiten im Schuhhaussaal des Kunstvereins. Neben den Wänden wird auch der Fußboden des Schuhhaussaales miteinbezogen. Eigens für die Ausstellung werden Teile mit Plane ausgekleidet und vom Künstler live vor Ort bemalt, ganz so, wie in seinem New Yorker Atelier auch.

Mit einer Vielzahl an Papierarbeiten, Grafiken und Unikaten ist er zudem vom 14.9. bis 2.11.2019 in  der BEGE Galerie am Saumarkt vertreten. Öffnungszeiten der BEGE Galerie: Mo und Di nach Vereinbarung, Mi bis Fr 10 bis 13 / 14 bis 18 Uhr, Sa 10 bis 13 Uhr.

Minnick war Skateboard-Star in LA und Stuntman. Dann verletzte er sich schwer und konnte seine Profi-Karriere nicht weiter verfolgen. Eine Schauspielausbildung am renommierten New Yorker Actors Studio und die Malerei ermöglichten es ihm, seiner übersprudelnden Kreativität dennoch eine Ausdrucksform zu verleihen. Heute gehört er zu den angesagtesten Künstlern unserer Zeit.

In seiner Arbeit kombiniert Minnick unterschiedliche Techniken, malt mit Pinseln und Filzstiften.  Sein äußerst frecher und wilder Malstil erinnert an Minnicks Stil-Ikonen Keith Haring, Willem de Kooning und Jean-Michel Basquiat. Minnick thematisiert in seinen Werken vielfach die Auseinandersetzung mit beiseite geschobenen, schwierigen Erfahrungen, die es gilt, ins Positive zu verkehren. Dazu der Künstler: „(….) Unbeachtet oder ignoriert drehen sich unsere Erfahrungen (“Troubles”) in unseren “flüssigen” Körpern und werden letzten Endes schlimm… (so) müssen wir tief graben und diese verflüssigten Probleme freigeben. Wir müssen das, was unter der Oberfläche verborgen ist, an die Oberfläche bringen.”


Danny Minnick in seinem Atelier © Nobody Photography


Rückblick

DAVID MOSES
Lullaby Land
14/07 bis 01/09/2019

Ausstellungseröffnung
am 13. Juli 2019, 19 Uhr
Begrüßung Dr. Hartmut Dippel
Künstlergespräch mit David Moses

David Moses erkundet seit 2012 die Übertragbarkeit von bewegten Bildern in Malerei und Zeichnung. In der ausgestellten Serie Silly Symphonies überarbeitet er seit 2017 frühe Archivalien des Pop in Zeichnungen, bis ihr Ursprung – Filmstills der gleichnamigen Cartoon-Serie von Walt Disney aus den Jahren 1929–1939 – nur noch als Fetzen, Fratzen oder Spuren zu erkennen sind. Was den Künstler am Beginn dieses Prozesses interessiert, eine Szene, eine Stimmung oder eine mythologische Figur, verhält sich wie eine abstrakte Erinnerung zum ikonischen Kino-Bild.

So entstehen Arbeiten, die ein Sehen anregen, das sich von den wahrgenommenen Gegenständen in Bewegung versetzen lässt und gleichzeitig einen Mythenpool aufruft, der in die angloamerikanische und europäische Kulturgeschichte zurückreicht.

In LULLABY LAND setzt David Moses sein Vorhaben, Bewegung in die eigentlich bewegungslosen Medien der Malerei und der Zeichnung zu überführen, mit Zitaten aus den 1930er Jahren ein. Disneys Figuren erscheinen mal als Flimmern im Augenwinkel, mal im Fokus scharf gestellt. Der Künstler fängt basierend auf ihnen Augenblicke ein, die das Dargestellte verdichten und vervielfältigen, es aber auch verfremden und ihm Bedeutung entziehen. Dieses Verfahren knüpft an eine beschleunigte Gegenwartserfahrung an, ein atemloses Auf- und Abtauchen der Phänomene oder eine flirrende Fahrt, die vorwärts zieht, bis eine neue beginnt.


David Moses, 31MGM003M0404 (Silly Symphonies), 2019, 122 x 150 cm, Pastellkreide, Tusche und Acryl auf Papier / Foto: Ann Bertram


Rückblick

Contenance- Haltung bei ungewissem Sprung
11/05 bis 23/06/2019

Ausstellungseröffnung
am 11. Mai 2019, 19 Uhr
Performance Anne Pflug
Begrüßung Dr. Hartmut Dippel
Künstlergespräch moderiert von Katharina Ritter, M.A.
Performance Paulette Penje

In der Vorbereitung zum 250. Geburtstag von Albrecht Ludwig Berblinger, dem Ulmer Schneider, nähert sich der Kunstverein Ulm 2019 bereits punktuell dem Thema. Wir beschäftigen uns mit der Haltung. Der Haltung bei ungewissem Sprung. Wie gehen wir mit ständiger Unsicherheit um? Unsicherheit und Offenheit sind der Kunst zu eigen: Nie löst sich das Rätsel auf, es könnte auch immer noch mal anders sein.

In der Gruppenausstellung Contenance – Haltung bei ungewissem Sprung bringen wir Phänomene des Sports und Films zusammen um uns künstlerischen Haltungen zu nähern. Werner Herzog hat 1974 in dem Dokumentarfilm “Die große Ekstase des Bildschnitzers Steiner” Erwartung und Vorstellung zwischen inneren und äußeren Konstrukten, sozialen und kulturellen Kontexten intensiv begleitet. Der ehemalige schweizer Skispringer Walter Steiner erzielte mit einem 169 Metern weiten Sprung 1974 Weltrekord bei der Skiflugwoche in Plani. In Oberstdorf flog er 179 Meter.

Sprung, Flug und Zeitlupe werfen virulente Fragen zur Gegenwartskunst auf. Künstler*innen befinden sich oftmals in ständiger Schwebe, wie geht es weiter?
Text Katharina Ritter

Beteiligte Künstler*innen
Franziska Degendorfer, Daniel Wogenstein  und V8 Plattform für neue Kunst; Anne Pflug, Christiana Teufel, Damaris Wurster und Magazin Lowland;
Madelaine Linden; Joni Majer; Paulette Penje; Daniel Stubenvoll


Ausstellungen Kunstverein Ulm

(c) Daniel Stubenvoll, The Great Escape (direction direction), Various Dimensions, 2019


www.kunstverein-ulm.de